Fertigung der Leinwand

Damit Kunst im Rahmen bleibt.

Wer meine zum Teil schon sehr groß dimensionierten Bilder einmal gesehen hat, stellt mir oft die Frage, in welchem Kunsthandel man derart riesige Leinwände kaufen kann?

Ich weiß es nicht.

Ich habe allerdings das große Glück, in meinem Ehemann, dem Tierarzt Norbert Paulus, nicht nur (u. v. a.) meinen Galeristen sondern auch meinen Leinwand-Bauer gefunden zu haben. Sie haben richtig gelesen: Meine Leinwände werden von „Nobsa“ höchstselbst in Handarbeit gefertigt. Auf den Zentimeter genau. Präzise, solide und aus den besten Materialien, die man kaufen kann.


Aus ausgewähltem Holz geschnittene Leisten ergeben zunächst einen Keilrahmen, der, sorgsam verfugt, das Gerüst, das „Rückgrat“ also, für die Leinwand bilden wird. Hier sind viele kleine Arbeitsschritte notwendig, um der Leinwand später die nötige Stabilität zu verleihen. Viele Leiter-ähnliche Konstruktionen stabilisieren so den Rücken, der so fast unbiegsam wird.

Und das braucht es, denn die Spannung, die von der jetzt aufzubringenen Leinwand erzeugt wird, ist beachtlich! An einer der Seiten fixiert, muss die Leinwand – die bei uns nicht aus billigem Plastik-Mischgewebe besteht sondern aus hochwertigem Nesselstoff – jetzt um die anderen drei Seiten gezogen werden. Glatt muss sie am Ende sein, absolut plan. Nicht einfach und noch schwieriger, wenn man, wie „Nobsa“, keinerlei technische Hilfsmittel einsetzt und sich stattdessen auf die Kraft und Geschicklichkeit seiner Hände verlässt …

Der im letzten Arbeitsgang von uns aufgetragene und selbst angerührte Knochenleim bindet die Struktur des Nesselstoffes, glättet ihn beim Trocknen und verschafft mir exakt die Oberfläche, die Leinwand, die ich für meine Bilder benötige. Und die sind auch schon mal 2,8 auf 1,8 Meter groß.

Danke, „Nobsa“!